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Schriftliche Bewerbung: Checkliste

Schriftliche Bewerbung: Checkliste


Das Wichtigste zur schriftlichen Bewerbung zusammengefasst. Anschreiben, Lebenslauf, Bewerbungfoto, Mappe und Anlagen im Überblick.




Von Christoph Stehr


Das Anschreiben

Massanfertigung
Auf keinen Fall Textbausteine zusammenwürfeln! Jede Bewerbung ist ein Unikat. Gehen Sie auf die Stellenausschreibung ein, ohne sie sklavisch nachzubeten. Zeigen Sie, dass Sie sich über das Unternehmen informiert haben. Geht aus der Stellenanzeige nicht hervor, wer die Bewerbung bearbeitet, telefonisch Ansprechpartner erfragen und Name buchstabieren lassen..

1-a-Qualität
Vertipper, Flecken und verknicktes Papier gehen gar nicht, egal ob im Anschreiben oder in den Anlagen. Gewöhnen Sie sich an, beim leisesten Zweifel an Rechtschreibung oder Grammatik im Duden nachzuschlagen. Lassen Sie Freund oder Freundin Korrektur lesen.


Schriftliche Bewerbung: Neues vom Klassiker
Es gibt sie noch, die schriftliche Bewerbung, auf gutem Papier gedruckt, mit Füller unterschrieben und per Post verschickt. Unser Autor Christoph Stehr hat das Wissen um die klassische Bewerbungsmappe auf den neuesten Stand gebracht.


Seriöse Sprache
Auch wenn Sie den Empfänger der Bewerbung persönlich kennen, etwa von einem Praktikum oder einer Hochschulmesse, bleibt er/sie für Sie immer noch ein "Sehr geehrte/r …" und kein "Hallo …". Schliesslich geht die Bewerbung im Unternehmen durch mehrere Hände. Umgangssprache ist fehl am Platz. Formulieren Sie präzise, ohne Schachtelsätze, komplizierte Partizipialkonstruktionen, Fachchinesisch oder Allgemeinplätze ("ich bin teamfähig, kommunikativ und belastbar").

Klar und knapp
Beschränken Sie sich auf eine Seite. Versuchen Sie nicht, mit Spaltenbreite, Zeilenabstand oder Schriftgrösse zu tricksen. Drei Absätze sorgen für einen guten optischen Eindruck: Motivation, Erfahrungen/Fähigkeiten, "Abgesang" (Eintrittstermin, Gehaltsvorstellung, Referenzen etc.).

Direkter Einstieg
Wenn Sie mit "hiermit bewerbe ich mich als…" oder "Ihre Stellenausschreibung interessiert mich", beginnen, verschwenden Sie Platz. Packen Sie Ihre stärksten "Verkaufsargumente" in den ersten Absatz: Was hat das Unternehmen davon, wenn es ausgerechnet Sie einstellt? Warum sind Sie besonders für die Stelle geeignet? Wo liegt Ihre Motivation? Ein guter Aufhänger ist auch ein persönlicher Kontakt: "Vielen Dank für das freundliche Gespräch auf der Rekrutierungsmesse XY!"

Kundenorientierung
Der Personaler, der Ihre Bewerbung liest, ist Ihr "Kunde". Ihm gebührt Ihre ganze Aufmerksamkeit. Welche Erwartungen hat er an Sie und wie können Sie diese erfüllen? Versetzen Sie sich in den Personaler, dann kommen die Worte von alleine. Zum Beispiel: "Aufgrund meiner praktischen Erfahrungen im Konsumgütergeschäft und eines mehrmonatigen Einsatzes in Frankreich traue ich mir zu, Ihr dortiges Marketing voranzubringen." Beginnen Sie nicht jeden Satz mit "ich", das wirkt selbstverliebt.

Beweisen statt behaupten
Natürlich werden Anforderungen wie Teamfähigkeit oder Eigeninitiative nicht umsonst in der Stellenausschreibung erwähnt. Dies ist aber keine Einladung, diese Schlagwörter aneinanderzureihen. Lassen Sie Fakten sprechen: Eine erfolgreiche Mitarbeit bei einer Studenteninitiative zeigt, dass Sie ein Teamspieler sind und Eigeninitiative entwickeln.

Vollständige Angaben
Mancher Bewerber ignoriert die Aufforderung in der Stellenanzeige, eine Gehaltsvorstellung zu äussern. Nur keine falsche Bescheidenheit, drucksen Sie nicht herum! Nennen Sie eine Gehaltsspanne, bezogen auf ein Jahr. Auch der Eintrittstermin ist wichtig.


Der Lebenslauf

Formale Richtigkeit
Wer über Jahre hinweg immer wieder den Adresskopf aus einem Lebenslauf in den anderen kopiert, übersieht leicht, dass sich eine Handy-Nummer oder der Zivilstand geändert hat. Die Angaben zur Person deshalb besonders sorgfältig prüfen! Monatsgenaue Zeitangaben sind bei den beruflichen Stationen Pflicht. Nichtschweizer vermerken neben der Staatsangehörigkeit die Aufenthaltsbewilligung. Datum und Unterschrift schliessen den Lebenslauf ab, sind aber nicht zwingend vorgeschrieben.

Das Wichtigste zuerst
Das Pfund, mit dem Sie am stärksten wuchern können, gehört nach oben. In der Regel ist das Ihre Berufserfahrung. Praktika fallen auch darunter. Haben Sie in dieser Richtung gar nichts vorzuweisen, beginnen Sie mit dem Studium. Es folgen die Schulzeit, besondere Kenntnisse/Erfahrungen und möglicherweise gesellschaftliches Engagement. Innerhalb jedes Gliederungspunktes hangeln Sie sich gemäss der "amerikanischen Chronologie" aus der Gegenwart zurück in die Vergangenheit. So steht die aktuellste Station immer oben.

Nur das Nötigste
Im Unterschied zum Anschreiben kommt der Lebenslauf mit Stichpunkten aus. Vermeiden Sie lange Erklärungen – die heben Sie sich für das Vorstellungsgespräch auf. Mehrere ähnliche Praktika beim selben Arbeitgeber können Sie zusammenfassen. Je älter eine berufliche Station ist, desto knapper soll die Information dazu ausfallen. Zu Ihrer Schulzeit interessiert nur, wo und wann Sie Ihren Abschluss gemacht haben. "Hobbys" nur angeben, wenn Sie irgendwie relevant für den Job sind. Beschränken Sie sich auf insgesamt zwei Seiten.

Ergebnisse zählen
Erfolge sagen mehr als schöne Titel. Deshalb erwähnen Sie besondere Auszeichnungen im Studium oder tolle Projekte im Job. Das hilft dem Personaler, Ihren Werdegang richtig einzuschätzen. Sprachkenntnisse werden mit einer Angabe zum Niveau ergänzt, aber "verhandlungssicheres Englisch" ist zu hoch gegriffen, wenn nirgends Belege zu finden sind, etwa ein langer USA-Aufenthalt oder eine englische Veröffentlichung.

Ehrlich bleiben
Die Versuchung ist gross: Ein Praktikumszeugnis ist bescheiden, also weg damit und im Lebenslauf von "hervorragenden Ergebnissen" sprechen … der Assistentenjob macht wenig her, also wird aus dem "Assistent" ein "Referent" … das Jahr Arbeitslosigkeit sieht nicht gut aus, also mal schnell eine Gründungsstory erfinden. Solche Tricks sind verboten und können rechtliche Konsequenzen bis hin zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses und Schadenersatzforderungen haben.


Das Bewerbungsfoto

Grundsätzlich ...
Die anonyme Bewerbung, die seit kurzem in einigen Ländern Einzug hält, findet auch in Schweizer Unternehmen immer mehr Unterstützer. Das heisst, ein Foto fügen Sie nur dann in Ihren Lebenslauf ein, wenn es ausdrücklich verlangt wird. Wenn Sie sich in Deutschland bewerben, sieht die Sache anders aus. Deutsche Personaler verzichten ungern auf das Bewerberfoto.

Profi ranlassen

Ein Automatenbild ist billig – und sieht billig aus. Gehen Sie zum Fotografen. Die Investition in einen Business-Shoot mit verschiedenen Aufnahmen und Dateigrössen für Web und Zeitschriftendruck lohnt sich nicht unbedingt für Absolventen, wohl aber für erfahrene Fach- oder Führungskräfte. Der klassische, weiss gerahmte Porträtabzug gehört, mit einer abziehbaren Klebemarke versehen, rechts oben auf den Lebenslauf.

Alles eine Stilfrage
Der Bewerber muss zum Unternehmen passen, auch äusserlich. Business-Kleidung ist Pflicht auf dem Foto. Nur in Ausnahmefällen, etwa in der Werbung (und auch dort nur in den Kreativ-Berufen), darf die Krawatte im Schrank bleiben.

Natürliche Pose
Sie sollen nicht auf den Laufsteg und Heidi Klum schaut Ihnen auch nicht zu! Deshalb brauchen Sie keine ausgefallene Pose zu wählen. Ganzkörperaufnahmen, die eine halbe Seite zupflastern, sind peinlich. Personaler bevorzugen immer noch das Dreiviertelporträt vor neutralem Hintergrund. Achtung: Bitte lächeln!

Aktualität
Das Foto soll nicht älter als zwei Jahre sein. Sonst stimmen die Physiognomie und Details wie Frisur oder Brille nicht mehr. Vor dem Vorstellungsgespräch zur Sicherheit in den Spiegel schauen und bei zu grossen Abweichungen eingreifen – die alte Brille liegt bestimmt noch in einer Schublade.

Kein Recycling
Aus Kostengründen verwenden Bewerber Fotos oft mehrmals – zu empfehlen ist das nicht. Manche Personaler schauen gezielt nach alten Klebemarken oder Fingertatschern. Die sind schon nach einmaligem Gebrauch schwer zu vermeiden.


Dossier und Anlagen

Klassisch, praktisch, gut
Ein einfaches Dossier mit Pappdeckeln im mittleren Preissegment reicht vollkommen. Achten Sie auf Klemmheftung und verwenden Sie "normales" 80-Gramm-Papier. Jedes Blatt in eine Klarsichthülle zu stecken, wirkt überkorrekt und erschwert die Weiterverarbeitung in der Personalabteilung – oft werden die Unterlagen ja sofort gescannt. Verwenden Sie ein Dossier nur dann zweimal, wenn sie absolut keine Knicke, Flecken oder Markierungen aufweist.

Richtige Reihenfolge
Die Zeugnisse folgen den Stationen im Lebenslauf. Wenn Sie dort mit "Berufserfahrung" gestartet sind, kommt also das aktuellste Arbeitszeugnis zuerst. Danach Studienzeugnisse, eventuell das Maturazeugnis und sonstige Nachweise, etwa zu Weiterbildungen. Die Logik ist die gleiche wie im Lebenslauf: das Wichtigste zuerst.

Vollständigkeit
Grundsätzlich soll jede Station im Lebenslauf, für die üblicherweise ein Zeugnis ausgestellt wird (Arbeitsverhältnis, Praktikum, Weiterbildung), dokumentiert sein. Umgekehrt stört alles, was sich nicht in den Lebenslauf einordnen lässt. Manchmal ist das Zeugnis zum letzten Job noch nicht ausgestellt – dann genügt ein Hinweis "Zeugnis wird nachgereicht" im Lebenslauf. Ein Zeugnis wegen einer schlechten Beurteilung wegzulassen, geht nicht. Bescheinigungen über Kurzseminare oder Freizeitaktivitäten haben keinen Platz im Dossier. Das Maturazeugnis beim Berufseinstieg vorlegen, nach mehreren Jobwechseln wird es nicht mehr erwartet.

Sauber bleiben
Mit ein wenig Schnibbelei und Klebstoff lassen sich Textblöcke umgruppieren oder gar eliminieren. Auf einen guten Kopierer gelegt und fertig ist das Zeugnis ohne das entlarvende "hat sich stets bemüht". Von solchen kriminellen Machenschaften lassen Sie lieber die Finger! Urkundenfälschung wird bestraft.

Aufwand begrenzen

Fast kein Unternehmen erwartet, dass Sie Kopien beglaubigen lassen. Wenn doch, würde es ausdrücklich in der Stellenanzeige darauf hinweisen. Fremdsprachliche Zeugnisse – ausser solchen in Englisch – übersetzen Sie selbst. Wenn der Arbeitgeber Zweifel an Ihren Sprachkenntnissen hat, können Sie immer noch eine Profi-Übersetzung nachreichen. Auf keinen Fall Originale verschicken!

(Bild: virtua73)

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